Meldungen

Bühne frei für das restefreundliche Barbecue!

Quelle: © Artur - AdobeStock

Von Fleischwürstchen über Tofuburger und Grillkäse bis hin zum marinierten Fischfilet: Im Sommer und besonders während einer Fußballweltmeisterschaft kommt der Grill besonders häufig zum Einsatz.

Um wertvolle Lebensmittelabfälle zu vermeiden, plane dein Grillfest möglichst genau und überlege dabei, welches und wie viel Fleisch die Gäste essen werden. Am besten machst du eine Liste deiner Gäste und kalkulierst damit die benötigten Steak- und Wurstmengen.

Damit das Grillgut zur Party auch noch frisch ist, besorge es möglichst erst einen Tag vorher. Folgende Mengenangaben kann man beim Einkauf als hilfreiche Anhaltspunkte nehmen:

Pro Person bei einem BBQ über ca. 2 Stunden:

Frau:

1 Wurst à 100 g
1 Stück Fleisch à ca. 80 g, eher Fisch
1 veg. Teil à ca. 50 g

Mann:

1-2 Wurst à 100 g
1-2 Stück Fleisch à 80 g, oder 1 Fisch und 1 Fleisch

Insgesamt sollte man mindestens 300 g Fleisch einplanen. An Salaten kalkuliert man optimal mit ca. 300 g pro Person, während man bei Brot für ein zweistündiges Barbecue etwa 80 g bereithalten sollte.

Grillparty geplant? Der Zu gut für die Tonne-Partyplaner hilft bei der Mengenkalkulation. Weitere Tipps zur Restevermeidung auf einer sommerlichen Feier verrät der Berliner Koch und Buffetexperte Johannes Emken im Interview.

Vorsicht bei gefrorenem Grillgut

Sind Schnitzel, Steaks und Hähnchenschenkel bereits auf Vorrat im Tiefkühlfach gelagert, beachte folgende Dinge beim Auftauen:

Fleisch sollte niemals bei Zimmertemperatur oder gar auf der Heizung aufgetaut werden. Es besteht die Gefahr, dass das Gefriergut dadurch verdirbt oder zäh und trocken wird. Schnitzel und Steaks sollten deshalb immer langsam im Kühlschrank auftauen. Dort geht am wenigsten Fleischsaft verloren und eventuell vorhandene Keime können sich wesentlich schlechter vermehren.

Besondere Vorsicht gilt beim Auftauen von Geflügelfleisch: Es besteht die Gefahr einer Salmonellenvergiftung. Wichtig bei Hühnchen, Ente und Co. ist deshalb, während des Auftauens regelmäßig die entstehende Flüssigkeit abzugießen. Denn darin vermehren sich die Krankheitserreger besonders gut.

Gefrorenes Grillgut sollte auf keinen Fall direkt auf dem heißen Rost landen. Die Eiskristalle zerstören die Fleischstruktur und machen die Leckerbissen ledrig.

Grillen mit Resten

Hast du noch Lebensmittel vom Vortag übrig, lässt sich auch dieses auf dem Rost noch einmal neu und lecker aufbereiten. Aus angeschrumpeltem Gemüse wird immer noch ein schmackhafter Gemüsespieß und die bereits gekochten Kartoffeln werden in Alufolie gegrillt zu einer leckeren Beilage.

Wohin mit Grillgut-Resten?

Eine gute Resteverwertung von Grillgut - welches noch nicht gegart wurde -  ist ein Eintopf oder ein Wurstgulasch. Bereits fertig gebratene Würstchen machen sich wunderbar in einem Bratwurstsalat. Hochwertige Produkte wie Roastbeef lassen sich wunderbar rosa grillen und am nächsten Tag kalt als Aufschnitt zum Frühstück verwenden. Überbleibsel von Salaten stellt man am besten schnell aus der Sonne und nimmt sie am nächsten Tag als Lunchbox mit ins Büro oder in die Schule.

Noch mehr Tipps für Grillweltmeister gibt es hier!